Aktuelles

 

Freitag, 5.Oktober 2018, 19 Uhr


Vortrag:

Dr. Karl Heinz Rieder: “Der Hohle Stein bei Schambach“

Der „Hohle Stein“, ein insgesamt gut 35 Meter langes Höhlensystem, gehört zu den klassischen altsteinzeitlichen Höhlenfundplätzen in Bayern. Die Höhle war seit 1901 immer wieder Schauplatz archäologischer Ausgrabungen, von 1977 bis Ende der 1980er Jahre von Karl Heinz Rieder, damals Archäologe am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Die Funde belegten eine erste Begehung durch den Neandertaler vor rund 120 000 Jahren, eine weitere vor 80-60 000 Jahren. Weitere Funde reichen über eiserne Lanzenspitzen und römische Denare bis hin zur Neuzeit. Im Dritten Reich hatte Walther Krauß, Bürgermeister von Eichstätt und Kreisleiter, in der Höhle vergeblich nach dem Skelett eines „Urgermanen“ gesucht. Das Fundmaterial gibt u.a. einen Einblick in Lebensgewohnheiten des steinzeitlichen Menschen und in den Gebrauch von Stein- und Knochengeräten in den verschiedenen Begehungsphasen. Es gibt auch Aufschluss über die reiche eiszeitliche Tierwelt und die Klimageschichte Süddeutschlands.

Dr. Rieder beschäftigt sich seit über 40 Jahren mit diesem einzigartigen Höhlenfundplatz. 2016 hat
er ein Buch zum Thema herausgegeben, das beim Verlag Friedrich Pustet in der Reihe Archäologie in Bayern erschienen ist. Zu seinem Vortrag wird Dr. Rieder einige Exemplare mitbringen und auf Wunsch signieren.
Eintritt frei, Spenden erwünscht.


 

Donnerstag, 11.Oktober 2018, 19 Uhr


Vortrag:

Andreas A. Schaflitzl M.A.: „Zerbröselte Steine und verbranntes Holz.

Einblick in neue Grabungen und Forschungen am Limes“ mit einer Einführung zur Forschungsgeschichte an der „Teufelsmauer“ von Dr. Karl Heinz Rieder

Der Limes als eine der bekanntesten Grenzen des römischen Reiches wurde am Ende des 19. und am Anfang des 20. Jahrhunderts bereits systematisch erforscht. In den Wäldern ist teilweise noch eindrücklich der Schutthügel der zerfallenen Mauer erhalten, aber auch der Graben der älteren Palisade ist stellenweise noch gut zu erkennen. In den letzten Jahren mussten in kleinen Bereichen archäologische Ausgrabungen durchgeführt werden. Bei diesen konnten Befunde aufgedeckt werden, die ein neues Bild von der Bauweise und Konstruktion dieses Bollwerkes zeichnen und somit nach über 100 Jahren Forschung neue Erkenntnisse über die römische Ingenieurskunst liefern.

 

Im Rahmen der diesjährigen Vortragsreihe der Altmühl – Jura – Gemeinden veranstaltet das Römer und Bajuwaren Museum diesen Vortragsabend mit einer Rückschau auf die am Welterbetag präsentierte Ausgrabung am Kipfenberger Limesabschnitt und die im September 2018 fertig gestellte Palisadenrekonstruktion. Andreas A. Schaflitzl M.A. war der  verantwortliche Grabungsleiter.

Eintritt frei, zweiteilige Veranstaltung mit Pause und Getränkeverkauf

 

März 2018

Liebe Freunde des Römer und Bajuwaren Museums,

ich verabschiede mich zum 31.3.18 nach 18,5 Jahren Museumsarbeit voller Dankbarkeit für die schönen Jahre von allen Besuchern, Freunden, Fördereren, Darstellern, Künstlern, Mitarbeitern und Unterstützern.

Die Gemeinde Kipfenberg hat eine Stelle für die Fortführung unseres schönen Museums geschaffen, wofür wir alle sehr, sehr dankbar sind.

Die neue Leiterin Frau Eva Gerum wird am 2. Mai ihre Tätigkeit beginnen und ich wünsche ihr alles Gute, viel Erfolg und genausoviel Freude an diesem schönen Museum wie ich es hatte.

Herzlichst, Ihre/Eure Juliane Schwartz