Veranstaltungen 2022

Aktuelle Sonderausstellung

Sonderausstellung: "50 Jahre Heimatmuseum und Depot: Gesichter und Geschichten aus Kipfenbergs Vergangenheit"

Anlässlich des 50-jährigen Eröffnungsjubiläums des Heimatmuseums zeigen wir in einer Sonderausstellung Objekte die schon länger in unserem Museum im  Verborgenen schlummern. Diese Objekte eröffnen ein Schaufenster zum gesellschaftlichen Leben in Kipfenberg zur Zeit um 1900. Dreh – und Angelpunkt der Zeitreise sind verschiedene Kipfenberger Berufsgruppen. In der Ausstellung werden diese an insgesamt 10 Stationen exemplarisch vorgestellt. Als Blickfang auf einem großen Fahnenstoff und quasi „Leitfiguren“ für die einzelnen thematischen Stationen werden mehr oder weniger bekannte Persönlichkeiten, Personen und „Kipfenberger Originale“ herausgestellt. Deren Lebenswelt und Milieu wird mittels Fotos, historischer Dokumente und verschiedener Exponate aus dem Depot erhellt.

Mit einem Rückblick auf die Entstehung des Heimatmuseums durch den damaligen Kreisheimatpfleger und Oberlehrer Anton Gäck wird auch das Thema Heimat aufgegriffen, dass um 1900 große Bedeutung und existenziell war.

Neuer Termin wird noch bekanntgegeben

18:00 Uhr

Bild: Nicola Göbel

Barocke Abendserenade

Reihe: Musikalische Zeitreise von der Antike zum Barock

Nicola Göbel und Beate Fürbacher werden im Duo mit Flöte und Harfe einen Abend bieten, der sich ganz der Epoche der Barockzeit widmet. Der Glanz dieser Zeit, interpretiert in einer Besetzung mit wunderbarer Strahlkraft soll in der Serenade zu hören sein. Die beiden Instrumentalistinnen musizieren schon viele Jahre gemeinsam und haben ihren Schwerpunkt in der Musik der Spätrenaissance und der Barockzeit gefunden. In Kipfenberg werden Namen, wie Johann Sebastian Bach und sein Sohn Carl Philipp Emanuel Bach mit sehr eindrucksvollen Werken zu hören sein. Die Hamburger Sonate von C. P. E. Bach besticht durch große Virtuosität in der Flöte und sehr spannende Begleitstrukturen, die Sonate in g-moll des Vaters gehört zu den vielgespielten Werken dieser Epoche, wenn es um Flötenmusik geht. Zusätzlich wird es Auszüge aus kleineren, nicht minder reizvollen Werken von Francesco Maria Veracini, Benedetto Marcello und Leonardo Vinci zu hören geben. Lassen Sie sich von der besonderen Klanglichkeit der beiden Instrumente im Duett mitnehmen in eine wahrhaft besondere Epoche!

11. Oktober 2022

18:30 Uhr

"Ratten, Gräber und Ikonen: Zur Geschichte der Justinianischen Pest"

Vortrag von Tobias Esch (Leiter des kelten römer museums Manching)

In der Regierungszeit des spätantiken Kaisers Justinian I. (527–565 n. Chr.) brach eine Seuche aus, von der zeitgenössische Autoren, wie Prokop oder Johannes von Ephesos, ein geradezu apokalyptisches Bild zeichnen. Diese sogenannte Justinianische Pest forderte zahllose Todesopfer. Und sie bedrohte jeden, egal ob alt oder jung, arm oder reich. Selbst Kaiser Justinian erkrankte so schwer, dass Gerüchte über seinen Tod die Runde machten.

Doch handelte es sich bei der Seuche wirklich um die Pest? Wo und wann brach sie zuerst aus und wie schnell konnte sie sich verbreiten? Auf welchem Weg gelangte sie nach Konstantinopel? Wie sind die historischen Berichte über die Opferzahl zu bewerten? Welche Auswirkungen hatte die Pandemie? Und wie gingen die Menschen mit der tödlichen Gefahr um? Diese und weitere Fragen diskutiert der Historiker und Archäologe Tobias Esch. Im Fokus ist der östliche Mittelmeerraum. Vorgestellt werden aber auch Gräberfelder in Bayern, die neue Erkenntnisse über die Entwickung dieser Seuche verschaffen.

16. Oktober, 4. Dezember 2022 und 15. Januar

14:00-15:00 Uhr

Verehrt, verflucht, vergessen: Geschichten rund um das letzte Stündchen

Mit Umzügen, Schauspielern, professionellen Klageweiber und z.T. ausgefallenen Ritualen und Grabstätten hat man in der Spätantike seine Toten verehrt. Doch was geschah, wenn die Erinnerung an einen berühmten Toten wieder ausradiert werden sollte? Die Führung begibt sich auf Spurensuche und zeigt spektakuläre Objekte.

Eine Veranstaltung aus der Reihe “Winterzeit – MuseumsZeit” zwischen Oktober und Ostern in Zusammenarbeit mit den Museen im Naturpark Altmühltal. 2022/23 unter dem Motto “ÜberLeben – oder auch nicht …”

25. Oktober 2022

18:30 Uhr

Vortrag: Der Donaulimes ist UNESCO-Welterbe - von Bad Gögging in Niederbayern bis Iža in der Slowakei

Seit Juli dieses Jahres sind die „Grenzen des Römischen Reiches – Donaulimes (westliches Segment)“ UNESCO-Welterbe. Das war sogar der Tagesschau eine Meldung wert. Doch was ist das Besondere am Donaulimes und aus welchen archäologischen Stätten setzt sich das neue Welterbe zusammen? Was hat der umständliche Namen zu bedeuten und warum gibt es nun drei verschiedene Welterbestätten mit „Grenzen des Römischen Reiches“ im Namen? Und schließlich: Was hat der Donaulimes mit der römischen Grenze zu tun, die in Kipfenberg die Altmühl quert und seit 2005 Teil des UNESCO-Welterbes ist? Um all diese Fragen wird es im Vortrag von Dr. Markus Gschwind gehen, der als Koordinator Archäologische Welterbestätten am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege tätig ist und seit 2016 am Welterbenominierungsdossier für den Donaulimes mitgearbeitet hat.

Kooperationsveranstaltung der LimesGemeinden.

© BLfD, Foto: Klaus Leidorf