Mit großer Dankbarkeit nehmen wir Abschied von Günter Schwartz, der sich über Jahrzehnte mit außergewöhnlichem Engagement für seine Heimatgemeinde Kipfenberg eingesetzt hat. Schon in den 1970er Jahren zeigte er großen Gemeinsinn: Er stellte eine gepachtete Fläche für den Bau der Tennisplätze bereit, half bei deren Errichtung und war maßgeblich an der Gründung des Campingplatzes beteiligt.

Von 1984 bis 2001 leitete er als Erster Vorsitzender den Fremdenverkehrsverein Kipfenberg. Unter seiner Führung entstanden zahlreiche Projekte, die bis heute das touristische Angebot prägen: Pflege und Ausschilderung von Wanderwegen, Anschaffung eines Loipenspurgeräts, ein grundlegender Vertrag zur kommunalen Trägerschaft des Fremdenverkehrs, das Wassertretbecken, der Wanderweg im Birktal, ein Fahrradverleih, Renovierungen an Limeshütte und Richtstätte, die Sicherung der Michelsbergruine sowie der Nachbau eines römischen Limeswachtturms. Auch nach seiner aktiven Zeit blieb er dem Verein als Ehrenvorsitzender eng verbunden und unterstützte bis ins hohe Alter das Fischerstechen. Sein politisches Wirken war ebenso bedeutend. 1984 kandidierte er als erster Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler in Kipfenberg. 24 Jahre lang gehörte er dem Marktgemeinderat an, war Ortsvorsitzender der Freien Wähler und später deren Ehrenvorsitzender.

Ein besonderes Vermächtnis ist die Gründung des Römer und Bajuwaren Museums Kipfenberg. Ausgelöst durch den Fund des „Kriegers von Kemathen“ initiierte er 1992 die Einrichtung des Museums in den Burggebäuden, gründete den Förderverein und blieb dem Trägerverein bis zuletzt als Schriftführer verbunden. Durch seine Vermittlung kam ein bis heute gültiger langfristiger Pachtvertrag zustande. Für sein außerordentliches Engagement erhielt er 2017 die Denkmalschutzmedaille des Freistaats Bayern und 2021 die Bürgermedaille in Gold des Marktes Kipfenberg .

Günter Schwartz war ein Gestalter, Ermöglicher und Vorbild für gelebtes Ehrenamt. Kipfenberg verliert eine Persönlichkeit, die ihre Gemeinde liebte und ihr mit ganzer Kraft diente.

Sein Wirken wird unvergessen bleiben.

In dankbarer Erinnerung bleiben wir ihm verbunden.