Alltagsszenen

 

„Der Alltag holt uns immer wieder ein“ stöhnt man gerne.

Ist unser Alltag tatsächlich so beschwerlich?

Auf einer Entdeckungsreise der besonderen Art wird für große und kleine Besucher ein Leben im frühen Mittelalter erlebbar. Exponate befinden sich in der Ausstellung nicht nur hinter Glas, sondern sind als Repliken in Alltagsszenen integriert. Die Inszenierungen vor der Kulisse eines kleinen Dorfes zur Zeit des Kriegers von Kemathen laden zu einer Zeitreise ein. Auf Inseln mit 7 Themenbereichen und 4 Mitmachstationen wird Geschichte für alle Altersgruppen erlebbar.

 

Handwerk

 

Kleidung, Handwerk, Ackerbau und Viehzucht gehörten in vielerlei Hinsicht zum Leben im 5./6. Jahrhundert. Mein Mantel, mein Haus, mein Schwert, mein Vieh… – waren nicht nur Besitztümer sondern auch Lebensgrundlage.

Heute kann man sich kaum noch vorstellen, dass ein Kleidungsstück halten muss bis es einem vom Leibe fällt. An der Textilstation wird klar warum.

 

Handel und Wandel

Das Dorf in unserer Ausstellung lag nicht isoliert im Idyllischen Altmühltal. Die große globale antike Welt war gleich um die Ecke. Der Limes war schon gefallen und entlang der Donau veränderte sich mit dem langsamen Untergang des römischen Imperiums die Welt. In dieser Zeit des Wandels fand zwischen den Bevölkerungsgruppen im Grenzgebiet weiter Handel statt. Über die Infrastruktur der Römer gelangte auch Ware aus Südeuropa in unser kleines Dorf und vielleicht fand das eine oder andere Teil, was mit großer Kunstfertigkeit in unserem Dorf produziert wurde den Weg hinaus in die große weite Welt.

Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).
BayerStaatswappen_RGB

Museumspädagogisches Begeleitprogramm

„Nur Bares ist Wahres“

 

Auch nach dem Fall des Limes und dem Rückzug der Römer hinter die Donau war die Grenze ein Ort des aktiven Handels. Bei einer interessanten Führung durch die Dauerausstellung werden Funde aus der Region, die zur Zeit des Limes bis ins frühe Mittelalter gehandelt wurden in den Fokus gerückt.

Viele Anknüpfungspunkte ergeben sich im Anschluss in der Sonderausstellung und lassen Mode, Handwerk, Ackerbau, Viehzucht im inszenierten Frühmittelalter Dorf lebendig werden. Interaktiv geht es in kleinen Gruppen weiter in unseren Bajuwarenladen. Im Onlineshop auf den hauseigenen Tabletts werden Produkte wie Obst, Gemüse, Bekleidung und Geschirr angeboten. Im Warenkorb wird sich herausstellen ob sie schon verfügbar sind. Die Möglichkeit zu einem Gegenwartsbezug ergibt sich aus der angezeigten Lieferzeit, der Herkunft der Produkte und einem kleinen Objekt was mit den eigenen Händen produziert
werden muss. 

Buchbar ab Juni 2019

Ab der 4. Jahrgangsstufe Preis: Thematisch abgestimmte Führung: 35,- €, Programm: 25,- €, Materialgeld pro Teilnehmer: 2,50 €, Eintritt pro Teilnehmer: 2,50 €

Vorankündigung

Sonderausstellung "Holz macht Sachen"
vom 1. April 2020 bis 1. August 2020

Über die Wanderausstellung

Bei «Holz macht Sachen! Holz, Baum, Wald und Du?» geht es um

die jahrtausendealte Verbindung der Menschen mit den Bäumen.

«Holz macht Sachen!» ist eine Wanderausstellung, die wächst wie ein Baum.

Immer mehr Exponate kommen hinzu – wie bei einem Sammelalbum. 

 

Die ausgestellten Exponate kommen von ganz unterschiedlichen Leihgebern. Museen, Institutionen aus Forschung und Lehre, Verbände und Vereine aus vielen Fachbereichen zeigen, was ihnen wichtig ist.

 

Jedes Museum wählt dazu sein Exponat selbst aus und beschreibt es aus seiner Sicht. Dadurch wird vielfältiges Wissen vermittelt. Zusätzlich schreibt jedes Museum ein „Umweltstatement“: Warum sind Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein oder das Gefühl von Naturverbundenheit wichtig? 

So entsteht eine bunte, interdisziplinäre Ausstellung, die für alle Besucher etwas Spannendes bietet, Fragen aufwirft … und Lust auf mehr macht.

 

https://www.holzmachtsachen.org/ueber-die-ausstellun

https://www.holzmachtsachen.org/049

https://www.holzmachtsachen.org/reiseroute

Vergangene Ausstellungen

Sonderausstellung vom 24.November 2018 bis 10. März 2019

„120 Jahre Eröffnung der Altmühltalbahn“

Schnell und vergleichsweise unkompliziert von einem Ort zum andern reisen zu können, ist in der heutigen Zeit eine Selbstverständlichkeit. Im 19. Jahrhundert war dies noch kaum vorstellbar, die einzige Möglichkeit, schnell an einen weiter entfernten Ort zu gelangen, war die Eisenbahn. So war man auch im Altmühltal bestrebt, eine Anbindung an das Netz der noch jungen Bahn zu bekommen. Im Jahr 1898 konnte dann nach zähen Verhandlungen die Strecke Eichstätt-Kinding eröffnet werden – zunächst aus Kostengründen als Schmalspurbahn. Im Lauf der Jahre wurde sie nach Beilngries weitergeführt und Stück für Stück auf Normalspur umgebaut.

Was anfangs als Erfolgsgeschichte gefeiert wurde, konnte in der Nachkriegszeit dem rasant wachsenden Individualverkehr nicht mehr standhalten – in den Jahren 1955-1960 war der Personenverkehr zwischen Eichstätt und Beilngries nach und nach eingestellt worden. 1973 kam dann das endgültige Aus für die nur noch im Güterverkehr betriebene Strecke. Immerhin: 75 Jahre fuhr die Eisenbahn durchs mittlere Altmühltal.

120 Jahr nach der Eröffnung sind in dieser Sonderausstellung zahlreiche Bilder und Informationen zur ehemaligen Altmühltalbahn zu sehen. Höhepunkt der Schau ist ein Film, der bei der letzten Fahrt auf der Strecke Eichstätt – Kipfenberg am 2. Juni 1973 gedreht wurde.