Römer und Bajuwaren Museum
HÖHEPUNKT DES MUSEUMS IST DER IM VOLKSMUND ALS „ERSTER ECHTER BAJUWARE“ BEZEICHNETE AUFSEHENERREGENDE FUND DES KRIEGERS VON KEMATHEN . DIE FUNDE DER ARCHÄOLOGISCHEN AUSGRABUNG SOWIE EINE ORIGINALGETREUE REKONSTRUKTION DER GRABANLAGE BIETEN EINEN GUTEN EINBLICK IN DIE GESCHICHTE DES 5. JAHRHUNDERTS. Das Museum liegt direkt am Limes, der 2005 zum UNESCO Welterbe ernannt wurde. Daher bildet die Geschichte der Römer in der Provinz Raetien einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung. Die gezeigten Exponate und erläuterten Geschichtsdenkmäler stammen alle aus der unmittelbaren Umgebung. So haben Sie die einzigartige Möglichkeit, nach Ihrem Besuch im Museum diese Orte selbst zu erwandern und zu erleben. Durch die gelungene Verbindung von Mitmach-Stationen, Objekten und Bildern, Texten sowie multimedialen Installationen werden großen wie kleinen Besuchern die historischen und archäologischen Zusammenhänge auf anschauliche Weise näher gebracht. Lebendiges Museum DAS TEAM DES MUSEUMS BIETET GEFÜHRTE WANDERUNGEN ENTLANG DES LIMES, ORGANISIERT RÖMISCHE KINDERGEBURTS - TAGE ODER AUCH LUKULLISCHE FREUDEN BEIM RÖMISCHEN GASTMAHL. Wir wollen vorrangig Lust an Geschichte vermitteln. Ob Schüler bei der „Spurensuche“ die Arbeit von Archäologen kennenlernen oder in die Welt des Frühmittelalters mit den Bajuwaren eintauchen – die verschiedenen Angebote verstehen sich als flexible Vorschläge, die im Baukastensystem abhängig von Anlass, Altersstufe, Gruppengröße und Zeit variiert werden können. Nähere Informationen zu unseren museumspädagogischen Programmen für Erwachsene und Kinder, Schüler und Senioren erhalten Sie auf unserer Homepage G E S C H I C H T E E R L E B E N CAFÉ UND LADEN Das Museumscafé stärkt Sie mit regionalen und biologischen Produkten für die Geschichte(n) im und ums Museum! Gruppen erfüllen wir gerne auch (fast) jeden Extrawunsch. FEIERN UND TAGEN Ob Tagung oder rauschendes Fest, unsere Räume in der historischen Vorburg geben Ihrem Anlass den passenden Rahmen und ein ganz besonderes Ambiente. Dazu kommt ein breit gefächertes Angebot an kulturellen Veranstaltun gen von Theater bis Konzert, von historischem Handwerksseminar bis Jazzfrühschoppen. Das aktuelle Programm fi nden Sie auf unserer Homepage. MUSEUMSFEST Jedes Jahr am Museumsfest findet ein großer Frühmittelaltermarkt mit Römern und Bajuwaren statt: Mit Handwerk und Handel, Essen und Trinken, Spaß und Spiel für Erwachsene und Kinder. INFORMATIONEN UND KONTAKT Gerne informieren wir Sie telefonisch unter 08465/905707, per E-Mail: bajuwarenmuseum@altmuehlnet.de oder auf unserer Homepage unter: www.bajuwaren-kipfenberg.de
Römer und Bajuwaren Museum
Römer und Bajuwaren Museum
Sehr interessant war der Vortrag von Thomas Janschek am letzten Dienstag. Herr Janschek wird auch im nächsten Jahr bei uns im Museum sein vielfältiges Wissen rund um die Bäume weitergeben.
Leider müssen wir den Vortrag für morgen absagen.
Bei der Abgabe an den EK war es noch nicht abzusehen.
Am nächsten Dienstag geht es mit Dr. Karl Heinz Rieder auf eine Zeitreise zur Fundstelle unseres "Bajuwaren".
Ein paar frei Plätze gibt es noch.
#holzmachtsachen
Römer und Bajuwaren Museum
Römer und Bajuwaren Museum
Weitere hölzerne Schätze schlummern in unserem Museum. Für das Objekt des Monats September/Oktober hat sich unsere Historikerin Dr. Anne Müller eine besonders traurig dreinblickende Madonna ausgesucht und ist ihrer Geschichte auf die Spur gegangen. Zu sehen ist die Madonna im Museum bis zum 15 Oktober. #holzmachtsachen
Römer und Bajuwaren Museum
Römer und Bajuwaren Museum
Sichert Euch einen Platz zu diesem informativen und musikalischem Vortrag rund um das Thema Holz und dessen Verwendung in römischer Zeit. Der Archäologe Markus Gschwind vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege führt gemeinsam mit dem Musiker Justus Willberg, Leiter der Musikschule Weißenburg durch den Abend. Die Anmeldungen für diesen Vortrag am nächsten Dienstag laufen. Die Plätze sind begrenzt!
Römer und Bajuwaren Museum
Römer und Bajuwaren Museum
Der Wasserrohrbruch ist behoben und wir nehmen den Betrieb wieder auf. Wir freuen uns auf euren Besuch :)
Römer und Bajuwaren Museum
Römer und Bajuwaren Museum
Wegen einem Rohrbruch muss das Museum heute leider geschlossen bleiben. Sobald wir wieder mit fließendem Wasser versorgt werden, melden wir uns. Wir bitten um euer Verständnis.
Römer und Bajuwaren Museum
Römer und Bajuwaren Museum
Diese attraktive Ofenkachel der Renaissance aus Kipfenberg ist momentan im Foyer in unserer "Objekt des Monats" Vitrine zusehen.

„Holz macht Sachen“ heißt die wunderbare Sonderausstellung im Römer- und Bajuwaren Museum. Nicht auf den ersten Blick hat das neue Exponat mit Holz zu tun. Man könnte es jedoch unter dem Aspekt sehen: Holz macht warm. Und Wärme war im Siedlungsgeschehen in unseren Breiten im Winter ein höchst wichtiges Kulturgut. In seiner ältesten Form spielte das Lagerfeuer aus Prügelholz über Jahrtausende hinweg eine wichtige Rolle. Auch in den Häusern der frühen Bauern der Jungsteinzeit war eine Wärmequelle das abendliche Zentrum der Familie, bis hinein in die Keltenzeit. Ein Quantensprung vollzog sich, als die Römer ihre Wohngebäude mit einer Unterboden- und Wandheizung ausstatteten. Im Hochmittelalter kam eine neue Heizkultur zum Tragen: Der Kachelofen. Zunächst waren es einfache Becherkacheln, die man in tönerne Kuppelöfen einsetzte. Dann folgten schmucklose Topfkacheln, die man bald verzierte. Es entstanden grün glasierte Nischen- und Blattkacheln, welche nicht nur Wärme vermittelten, sondern auch Behaglichkeit in den Wintermonaten ausstrahlten. Heute hat sich ein ganzer Forschungszweig zu dieser interessanten, kulturgeschichtlichen Quelle etabliert.
Eine besondere Kachel aus Kipfenberg soll an diese Entwicklung erinnern. Im Aushub einer Großbaustelle in der Försterstraße fanden sich im Frühjahr dieses Jahres zahlreiche Fragmente von Ofenkacheln. Eine davon ließ sich vollständig ergänzen. Das in ein Model gedrückte Blatt zeigt eine Rosette in Wirbelform, die an dünne Pflanzenblätter erinnert. Auf der Innenseite der Kachel zeigt sich der flächige Abdruck eines Leinengewebes zum Anpressen des Tonmantels in die Form. Der renommierte Kachelforscher Harald Rosmanitz spricht diese als Fischblasenwirbel an. Das zentrale Motiv ist umgeben von einem akanthusbesetzten Medaillon. In den Ecken finden sich Rankenbündchen, in deren Mitte sich eine Kornähre zeigt. Die quadratische Kachel hat im Ingolstädter Neuen Schloss und an vielen anderen Fundplätzen Ingolstadts Vergleichsbeispiele. Auch im Fränkischen Freilandmuseum in Bad Windsheim wurde ein Kachelofen mit dieser Form von Kacheln nachgebaut, welche man in die Mitte des 16. Jhs. einordnet. Kulturgeschichtlich ist die Form der Renaissance zuzuweisen.
Für die Kipfenberger Baugeschichte ist die Kachel deshalb von großer Bedeutung, weil sie ein erstes, greifbares Indiz für die Erstbebauung der Försterstraße liefert. Rosmanitz meint, dass die Kachel in das letzte Drittel des 17.ten Jahrhunderts datiert. Aus einer Zeit, wo schriftliche Quellen schweigen, findet sich hier ein Beleg, dass die Försterstraße wohl in der Zeit nach dem 30.- jährigen Krieg als Handwerkersiedlung erbaut wurde. Als Markenzeichen hierfür gelten die zweistöckigen giebelständigen Häuser, deren aufwändige Bauweise durch den wirtschaftlichen Ertrag der Handwerker gewährleistet war. Einige dieser historischen Häuser haben sich bis heute erhalten. Einen Kachelofen dieser Güte konnte sich meist nur Handwerker und Händler, aber auch Brauer und Wirte leisten. Die Zukunft wird zeigen, ob sich diese Vermutung bestätigen lässt.
Text: Dr. Karl Heinz Rieder
#holzmachtsachen